Hannes Schrader (Henri-Nannen-Schule) – Wieso ist Journalismus ein Handwerk?

Hannes Schrader (@le_barte auf Twitter) ist 29 Jahre alt und Journalistenschüler des 39. Lehrgangs der Henri-Nannen-Schule. Zuvor war er drei Jahre bei ZEIT ONLINE angestellt und schrieb für und über die junge Generation - mal politische Reportagen aus Frankreich, mal persönliche Geschichten aus Sicht eines Millenials. Ein Journalist, der seine unbefristete Festanstellung für eine journalistische Ausbildung aufgibt? "Wieso das denn?", fragt ihr euch jetzt. Das wollten wir von Hannes auch wissen. Wieso kam es dazu? Und warum war es genau der richtige Schritt in seinem Werdegang? Hannes verrät uns auch, ob sich das Bild, das er vorher von der Henri-Nannen-Schule hatte, bewahrheitet hat oder nicht. Wir sprechen mit ihm über journalistisches Handwerk, über Unsicherheiten und seine Beiträge. Warum hat ihn ein Interview mit Berlins Oberweihnachtsmann so sehr geprägt? Und sind Texte, die den Zeitgeist der jungen Generation treffen nicht irgendwie immer erwartbar? Die Liste an Themen ist lang. Hannes teilt mit uns auch seine Gedanken zu der Frage, was im Journalismus passieren muss, damit er gleichberechtigter wird und gibt uns abschließend eine leicht verständliche Definition der journalistischen "Fallhöhe". Dir gefällt „Und täglich grüßt“? Dann sag es weiter, abonniere den Podcast hier www.taeglichgruesst.de und folge uns auf Instagram @taeglichgruesst Wir freuen uns über dein Feedback! Erwähnte Beiträge: "Hätte ich mal BWL studiert!": https://tinyurl.com/5teadj5q Interview mit Berlins Oberweihnachtsmann: "Der Weihnachtsmann ist in der Krise": https://tinyurl.com/1auvgjjy Besuch von Jugendlichen in Ausschwitz: "Berat fährt nach Ausschwitz: https://tinyurl.com/1savxyjy Foto: Felix Adler

Juliane Metzker (Perspective Daily) – Wie gelingt konstruktiver Journalismus?

Juliane Metzker (juliane.metzker auf Instagram) ist 31 Jahre alt und arbeitet als Journalistin und Podcasterin bei Perspective Daily. Perspective Daily wurde in Münster gegründet und beschäftigt sich mit konstruktivem Journalismus - LeserInnen erfahren dabei nicht nur, was in der Welt so los ist, sondern wie sie damit besser umgehen können. Juliane erzählt von ihrer Zeit als Auslandsreporterin in Beirut, wie sie erste Texte veröffentlicht hat ohne Volontariat und Journalistenschule. Sie bespricht mit uns über Aktivismus und Journalismus im Rahmen der #metwo-Bewegung, bei der Menschen ihre Rassismuserfahrungen teilten. Juliane hat #metwo von Anfang an begleitet und dann auch datenjournalistisch ausgewertet. Also: Auslandsjournalismus, konstruktiver Journalismus und dann auch noch ein viraler, aktivistischer Hashtag - heute haben wir eine geballte Ladung spannender Eindrücke parat - aber hört selbst. Viel Spaß! Genannte Beiträge: "Briefe aus": https://perspective-daily.de/article/1228/probiere Beirutexplosion: https://perspective-daily.de/article/1363/probiere #metwo Analyse: https://perspective-daily.de/article/topic/49

Julius Gabele (Katapult) – Wieso hast du als Journalist keine Angst vor Fehlern?

Julius Gabele (@juliusgabele auf Instagram & Twitter) ist 27, arbeitet als Journalist bei Katapult in Greifswald und ist auch als Fotograf tätig. Katapult ist ein Magazin, das mit Infografiken und Karten arbeitet, um populärwissenschaftliche Themen abzubilden. Im Interview sprechen Olivia und Julius über ziemlich viele Themen: Katapult bezahlt zum Beispiel alle Mitarbeiter mit dem gleichen Gehalt, das erspart nicht nur Gehaltsverhandlungen sondern hat noch andere Vorteile, erklärt uns Julius. Er nimmt uns auch mit in den Entstehungsprozess journalistischer Stücke in Katapult-Manier. Wie geht man überhaupt an solch datenbasierte Texte heran? Was ist zuerst da – die Grafiken oder die Textidee? Und welchen besonderen Stellenwert hat Teamwork bei Katapult? Julius erklärt außerdem, wie Katapult mit Fehlern umgeht und was die Community bei der Korrektur von Fehlern für eine Rolle spielt. Hier findet ihr die besprochenen Beiträge: "Wer Kühe schlachtet, zerstört Indien" : https://katapult-magazin.de/de/artikel/artikel/fulltext/wer-kuehe-schlachtet-zerstoert-indien/ Heizung hab ich nur auf Arbeit: https://katapult-magazin.de/de/artikel/artikel/fulltext/heizung-hab-ich-nur-auf-arbeit/ Der Twitter-Beef: https://twitter.com/juliusgabele/status/1330944867040636928?s=20

Marc Feuser (SWR) – Was macht ein gutes Volontariat aus?

Marc Feuser (@feuserwerk auf Twitter) ist 27 und hat ein Volontariat beim SWR gemacht. Neben seiner journalistischen Arbeit, tüftelt er gerade an der Neukonzeption der Volontariates des SWR im Referat Journalistische Ausbildung. Im Interview besprechen wir darum mit ihm, was er an seinem Volo weniger gut fand und worauf er nun bei der Konzeption achtet. Und: Er erzählt uns, welches Gehalt man bei einem SWR Volo verdient. Marc zählt sich selbst zur LGBTQ-Community. Das hat ihm schon mal beim Zugang zu einer Protagonistin geholfen, allerdings erlebt er bei der Arbeit auch Situationen, in denen er sich immer wieder erklären muss. Es geht außerdem darum, wieso Empathie so wichtig für den Journalismus ist - und wo auch die Grenzen von Empathie liegen. Dir gefällt „Und täglich grüßt“? Dann empfehle uns an Freunde, Familie, KommilitonInnen und KollegInnen weiter. Mehr HörerInnen und dein Feedback helfen uns dabei herauszufinden, was euch HörerInnen so gefällt und noch bessere Interviews zu führen. Abonniere den Podcast hier www.taeglichgruesst.de und folge uns auf Instagram @taeglichgruesst Marc's Beiträge 7 TAGE… Immobilienmakler: https://www.youtube.com/watch?v=mpTPGlFa5Xk und z.B. Gegen den Minderheitenhass: https://www.youtube.com/watch?v=S3m68fg5J7c Vorgespielte Musik: Brandy & Monica: https://www.youtube.com/watch?v=qSIOp_K5GMw Brandy: https://www.youtube.com/watch?v=7sgajU9F2T0 Monica: https://www.youtube.com/watch?v=UE6zfOuYfVI Instagram: SWR Backstage

Malcolm Ohanwe (BR/DLF uvm.) – Was willst du im Journalismus verändern?

Malcolm Ohanwe (auf Twitter @MalcolmOhanwe) ist Journalist, Linguist und TV Host. Er arbeitet unter anderem als Autor für den Bayerischen Rundfunk und Deutschlandfunk Kultur. Außerdem hostet er gemeinsam mit dem Journalisten Marcel Aburakia den Podcast "Kanackische Welle", in dem die beiden mit wechselnden Gästen über Identität im Einwandersungsland Deutschland sprechen. Der 27-jährige schreibt und spricht über Politik und Popkultur und teilt mit uns im Interview, wie ihm der "Spagat zwischen seriösem Qualitätsjournalismus mit öffentlich-rechtlichem Gütesiegel und genial-unterhaltsamen Boulevard-Trash gelingt" - wie er es auf seiner Website schreibt. In der neu entflammten Black Lives Matter Bewegung avancierte Malcolm in Deutschland zu einer der wichtigsten Stimmen was antirassistische Medienkritik angeht und erzählt uns von seinen Presseanfragen - die zwar gut gemeint waren, ihn aber den Kopf schütteln ließen. Wir sprechen mit Malcom auch über Twitter und fragen: wie verschafft man sich in den Medien überhaupt Präsenz mit der eigenen Stimme, wie geht man mit einem Shitstorm um und was macht das mit dir? Malcolms Gastbeitrag bei Spiegel Online: https://tinyurl.com/ydafv8tm Live-Schalte über die Musikindustrie in Nigeria: https://www.dw.com/en/nigerian-music-industry-set-to-explode/av-48383972 Dir gefällt „Und täglich grüßt“? Dann empfehle uns an Freunde, Familie, KommilitonInnen und KollegInnen weiter. Mehr HörerInnen und dein Feedback helfen uns dabei herauszufinden, was euch HörerInnen so gefällt und noch bessere Interviews zu führen. Abonniere den Podcast hier www.taeglichgruesst.de und folge uns auf Instagram @taeglichgruesst Foto: @whodunelson

Ciani-Sophia Höder (RosaMag) – Wie gründet man ein Online Magazin?

Ciani-Sophia Höder (@ciani_sophia auf Instagram) ist 30 Jahre alt.  Die Berlinerin wurde dieses Jahr unter die Top 30 unter 30 JournalistInnen Deutschlands durch das Medium-Magazin gewählt. Sie ist Journalistin aber auch Gründerin und Geschäftsführerin: Mit dem RosaMag (https://rosa-mag.de) hat Ciani das erste Lifestyle-Magazin für Afrodeutsche Frauen und FreundInnen gegründet. Wieso es dieses Format dringend braucht, wie Ciani ihre Zielgruppe fand, mit dieser interagiert und überhaupt – wie das Gründen eines Medien-Startups klappen kann – davon erzählt sie uns in der Folge. Ciani bringt ganz, ganz viel spannenden Input zum Thema Schwarzsein mit, nicht zuletzt deshalb, weil sie selbst als Schwarze, lightskinned Frau in Deutschland aufgewachsen ist. Wir sprechen darüber, wie es gelingen kann diverse Redaktionen aufzubauen – ohne jemanden nur aufgrund seiner Wurzeln zum Vorzeige-XY zu machen. Es geht um Repräsentation marginalisierter Gruppen in den Medien – und auch um den Elefanten im Raum: Rassismus und Möglichkeiten mit diskriminierendem Verhalten und Strukturen zu brechen. Wer sich dazu weiterbilden möchte, kann dies mit Büchern von Alice Hasters, Tupoka Ogette, SCHWARZ, dem Crown-Mag oder auch dem Podcast Kanackische Welle tun – alles Empfehlungen von Ciani. Cianis Kolumne in der SZ findet ihr hier: https://sz-magazin.sueddeutsche.de/tag/willkommen-bei-mir Noch erwähnt: das Medialab Bayern www.media-lab.de und die Plattform Steady https://steadyhq.com/de Dir gefällt „Und täglich grüßt“? Dann empfehle uns an Freunde, Familie, KommilitonInnen und KollegInnen weiter. Mehr HörerInnen und dein Feedback helfen uns dabei herauszufinden, was euch HörerInnen so gefällt und noch bessere Interviews zu führen. Abonniere den Podcast hier www.taeglichgruesst.de und folge uns auf Instagram @taeglichgruesst

Belinda Grasnick (Krautreporter) – Müssen gute JournalistInnen nerven?

Belinda Grasnick (@belindagrasnick auf Twitter) ist 31 Jahre alt und arbeitet als Reporterin bei Krautreporter. Einem unabhängigem, journalistischem Onlinemedium, das von seinen Mitgliedern finanziert wird. Krautreporter lebt und nutzt Crowdsourcing, um an Protagonisten zu kommen und Themen zu finden. Was das konkret bedeutet und wie das in der Praxis aussehen kann, erzählt uns Belinda im Interview. Bei Krautreporter recherchiert und verfasst sie Geschichten zur Einwanderungsgesellschaft. Sie selbst ist in Ostberlin geboren und aufgewachsen - ob ihre Herkunft eine Rolle gespielt hat bei der Wahl ihres journalistischen Schwerpunkts, das hat sie uns im Gespräch beantwortet. Belinda erzählt uns, wie sie durch durch den Satz "Sie nerven schon wieder die Nation" in ihrer Arbeit als Journalistin angetrieben wird und gibt uns viele praktische Tipps mit auf den Weg: Wie findet man seine Nische? Wie setzt man sich erfolgreich mit Behörden auseinander und welche Rechte habe JournalistInnen bei Informationssperren? Besprochene Texte von Belinda: Ich bin ein "Wossi": https://taz.de/Ostdeutscher-Blick-auf-Mauer-Zirkeltag/!5479606/ Das Coronavirus erreicht die griechischen Flüchtlingslager und die EU tut: nichts: https://krautreporter.de/3296-das-coronavirus-erreicht-die-griechischen-fluchtlingslager-und-die-eu-tut-nichts Weitere Links:

Katja Ilnizki (Bayernwelle/ServusTV) – Wie krempelt man ein Lokalradio um?

Katja Illnizki (@katja.kokolores auf Instagram) ist 28 Jahre alt und arbeitet als Lokaljournalistin in Bayern. Bei der Bayernwelle, einem regionalen Radiosender hat sie zuerst ihr Volontariat gemacht und ist danach direkt in die Chefredaktion aufgestiegen. Nun ist es aber Zeit für ein neues Kapitel und Katja wechselt zu ServusTV, einem Fernsehsender in Österreich. Uns findet ihr im Netz hier auf Instagram @taeglichgruesst und über die Website taeglichgruesst.de Wir freuen uns über Bewertungen auf Apple Podcasts, Weiterempfehlungen oder lasst und bei Instagram doch eine Nachricht zukommen. Vielen Dank fürs Zuhören und bis bald! Das Gespräch konnten wir endlich wieder im gewohnten Interviewerduo führen (hooray!). Katja hat uns von ihrem Alltag im Radio bei der Bayernwelle erzählt und wie sie nach ihrem Volontariat direkt in die Chefredaktion aufgestiegen ist. Sie klärt uns auf, was der Heimvorteil des Lokaljournalismus ist und wie man auch im lokalen Unabhängigkeit und Standfestigkeit bewahrt bei Protagonisten, denen man auch abseits der Arbeit im eigenen Ort gerne mal beim Bäcker oder im Supermarkt über den Weg läuft. Es geht um das prägendste Erlebnis in Katjas Karriere nach einem Interview mit der ehemaligen AFD-Vorsitzenden Frauke Petry und darum, welche Qualitäten JournalistInnen mitbringen sollten. Hier geht’s zur Salzburger Radiofabrik: https://radiofabrik.at/ und hier zur Hotel Matze Folge mit Martin Suter: https://mitvergnuegen.com/hotelmatze/martin-suter/

Kathrin Staudinger (Gala.de) – Wie vermeidet man Klischees im Peoplejournalismus?

Kathrin Staudinger (@kathrinstaudinger auf Instagram) ist 34 Jahre alt und Stellvertretende Chefredakteurin von Gala.de, einem Onlinemagazin das sich dem People- und Lifestylejournalismus widmet. Davor war sie unter anderem Redakteurin bei der Elle und bei freundin.de und hat ein Volontariat an der Burda Journalistenschule gemacht. Kathrin spricht mit uns über ihre Zweifel und plädiert dafür sich von Schulnoten nicht unterkriegen lassen - sie selbst war zu Schulzeiten eine Niete in Deutsch, wie sie sagt. Es geht darum, wie Kathrin zwar von Mode wenig Ahnung hatte und sich trotzdem für Elle Online in das Thema einfinden konnte. Wir sprechen über Konkurrenz im Journalismus, worauf Kathrin bei der Ausbildung von VolontärInnen Wert legt und über die Kritik am und Klischees im Peoplejournalismus. Dir gefällt „Und täglich grüßt“? Dann empfehle uns an Freunde, Familie, KommilitonInnen und KollegInnen weiter. Mehr HörerInnen und dein Feedback helfen uns dabei herauszufinden, was euch HörerInnen so gefällt und noch bessere Interviews zu führen. Abonniere den Podcast hier www.taeglichgruesst.de und folge uns auf Instagram @taeglichgruesst Ein Text von Kathrin über Brustkrebsvorsorge: https://www.freundin.de/interview-eine-wichtige-massnahme-ist-die-regelmaessige-selbstuntersuchung-136847.html

Jan Kawelke (Machiavelli-Podcast) – Wie verbindest du deine Leidenschaft für Musik mit Journalismus?

Jan Kawelke (@jankawelke auf Instagram) ist 27 Jahre alt und Musikjournalist. Er moderiert bei dem internationalen Radio COSMO des WDRs und ist außerdem mit Vassili Golod Host des Podcasts Machiavelli - Rap und Politik von COSMO. In ihrem Podcast treffen Jan als Rap-Experte und Vassili als Politik-Experte auf PolitikerInnen und RapperInnen und diskutieren, wie sich diese beiden Themen gegenseitig beeinflussen. Im Gespräch heute nimmt uns Jan mit zu seinen journalistischen Anfängen. Er verrät uns, welcher Song ihn politisch sensibilisiert hat und was ihm sein Studium für seinen Werdegang tatsächlich gebracht hat. Es geht darum, wie man sein Podcastkonzept einer Sendeanstalt pitchen kann, warum man sich die Gangster-Attitüde bei einem Interview mit Rappern sparen kann und auch darum, wieso Jan nach der Schule erstmal auf dem Bau gearbeitet hat. Dir gefällt „Und täglich grüßt“? Dann lass uns eine Rückmeldung da und empfehle uns weiter – das hilft uns dabei, noch bessere Folgen zu produzieren. Abonniere den Podcast gerne hier www.taeglichgruesst.de und folge uns auf Instagram @taeglichgruesst Texte von Jan: Warum ich meinen Eltern jede Woche ein Mixtape schenke: https://www.jetzt.de/mischen/mixtape-fuer-die-eltern Rap & Depression: Endlich kein Tabuthema mehr: https://tinyurl.com/voqopdf Einige von Jans Lieblingsfolgen "Machiavelli": Der Ost-Konflikt - mit Trettmann: https://tinyurl.com/vgklb3o Martin Schulz & Yassin - Abend Deutschland!: https://tinyurl.com/rhn26e5 Mosh von Eminem: https://tinyurl.com/udxklnj Bildcredits: @nilsvomlande